Balkonkraftwerk Förderung
Wien 2026
– 200 € Pauschale der MA 20

🆕

Wichtige Änderung seit September 2024

Seit September 2024 brauchen Wiener Mieter und Wohnungseigentümer keine Zustimmung der Miteigentümer mehr für die Installation eines Balkonkraftwerks. Ein riesiger Fortschritt – der Weg zum eigenen Steckersolar ist damit deutlich einfacher geworden.

Wien fördert Balkonkraftwerke 2026 über die Magistratsabteilung 20 (Energieplanung) mit einer Pauschalförderung von 200 €. Der Antrag läuft einfach über das Stadtportal sonnenstrom.wien.gv.at. Dazu kommen 0 % MwSt., eine Einspeisevergütung von 8,24 ct/kWh und eine jährliche Stromersparnis von 300–400 € – Balkonkraftwerke rechnen sich in Wien besonders gut.

1. Überblick – Alle Vorteile auf einen Blick

Wien kombiniert 2026 mehrere attraktive Bausteine, die sich ideal ergänzen. Ob Förderung, Steuerbefreiung oder Einspeisevergütung – Wienerinnen und Wiener profitieren auf mehreren Ebenen.

🏛️

MA 20 Pauschalförderung

200 €

Einmalig · Antrag über sonnenstrom.wien.gv.at · Für alle Wiener Haushalte

🏦

0 % MwSt. (Österreich)

0 % MwSt.

Keine Mehrwertsteuer auf Photovoltaikmodule und Wechselrichter · Automatisch

Einspeisevergütung

8,24 ct/kWh

Vergütung für Überschussstrom · Einspeisung ins Wiener Netz · Mit Smart Meter

💰

Jahresersparnis

300–400 €

Typische jährliche Stromkostenersparnis für einen Wiener Haushalt

2. Die MA-20-Förderung – Was steckt dahinter?

Die Magistratsabteilung 20 (MA 20 – Energieplanung) ist die Wiener Behörde für kommunale Energiepolitik. Sie administriert die städtischen Photovoltaik-Förderprogramme und hat das Balkonkraftwerk-Programm als fixen Bestandteil der Wiener Klimaschutzstrategie 2030 verankert.

Die Förderung ist unkompliziert: 200 € Pauschalbetrag – für alle Wiener Haushalte, unabhängig von Anlagengröße oder Einkommen. Kein Wp-Schlüssel, keine Einkommensgrenzen, keine Dachflächen-Vorgaben.

🌎
Antragsportal

Antrag über sonnenstrom.wien.gv.at

Alle Förderanträge werden ausschließlich über das offizielle Stadtportal gestellt – einfach, digital, papierlos. Du brauchst ein Wien-ID-Konto (kostenlos registrierbar) und kannst den Antrag in wenigen Minuten einreichen.

sonnenstrom.wien.gv.at →
💡

Wien-ID für das Antragsportal

Für das Portal sonnenstrom.wien.gv.at benötigst du eine Wien-ID – die kostenlose digitale Identität der Stadt Wien. Falls du noch keine hast: Registrierung auf mein.wien.gv.at dauert ca. 5 Minuten mit Handysignatur oder Bürgerkarte.

3. Keine Miteigentümer-Zustimmung mehr – Was das bedeutet

Bis September 2024 war in Wien das größte Hindernis für Mieter und Wohnungseigentümer in Mehrparteienhäusern die Pflicht zur Zustimmung aller Miteigentümer – eine oft jahrelange bürokratische Hürde, die viele Interessenten aufgab.

Seit der Novellierung des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) im September 2024 gilt: Balkonkraftwerke zählen zu den privilegierten Änderungen – sie dürfen ohne Zustimmung der anderen Eigentümer angebracht werden, solange das äußere Erscheinungsbild nicht wesentlich verändert wird.

Was das konkret bedeutet

Du musst die anderen Wohnungseigentümer in deinem Haus nicht mehr um Erlaubnis bitten. Es reicht, die Hausverwaltung zu informieren. Mieter brauchen nach wie vor die Zustimmung ihres Vermieters – diese darf jedoch seit 2024 nur noch aus triftigen Gründen verweigert werden.

4. Anmeldung bei den Wiener Netzen – Pflicht & kostenlos

In Wien ist die Anmeldung des Balkonkraftwerks bei den Wiener Netzen (dem regionalen Netzbetreiber) gesetzlich vorgeschrieben. Die gute Nachricht: Sie ist vollständig kostenlos und dauert online nur wenige Minuten.

Schritt Wo Kosten
Anmeldung Wiener Netze wienernetze.at/balkonkraftwerk Kostenlos
Smart Meter beantragen Wiener Netze – auf Antrag Kostenlos
Einspeisevertrag Wiener Netze / Energieversorger Kostenlos
E-Control Meldung econtrol.at (Anlagenregister) Kostenlos
📱

Smart Meter für Einspeisevergütung beantragen

Für die Einspeisevergütung von 8,24 ct/kWh brauchst du einen bidirektionalen Smart Meter, der auch den eingespeisten Strom messen kann. Diesen kannst du kostenlos bei den Wiener Netzen beantragen. Ohne Smart Meter wird Überschussstrom nicht vergütet – er wird „verschenkt".

5. Mehrwertsteuer 0 % – Gilt auch in Österreich

Österreich hat ebenfalls die Mehrwertsteuerbefreiung für Photovoltaikanlagen eingeführt – seit dem 1. Jänner 2024 gilt der 0 % Steuersatz auf Photovoltaikmodule, Wechselrichter und Zubehör für Anlagen bis 35 kWp, wenn sie auf oder in der Nähe eines Wohngebäudes installiert werden. Balkonkraftwerke fallen klar darunter.

Der Händler zieht die Mehrwertsteuer automatisch ab – kein Antrag, kein Warten. Bei einem typischen Set für ca. 450 € bedeutet das eine Ersparnis von rund 90 € (20 % österreichischer Normalsatz).

Österreich: 20 % → 0 % – noch höhere Ersparnis als in Deutschland

Da der österreichische Mehrwertsteuersatz 20 % beträgt (Deutschland: 19 %), ist die Ersparnis in Österreich sogar geringfügig höher. Achte auf die Rechnung: Dort muss „0 % Umsatzsteuer" oder „USt-befreit § 28 Abs. 54 UStG" stehen.

6. Einspeisevergütung – 8,24 Cent pro kWh

Überschüssiger Strom, den du nicht selbst verbrauchst, kann ins Wiener Netz eingespeist werden. Dafür erhältst du 2026 eine Vergütung von 8,24 Cent pro kWh.

In der Praxis speist ein typisches Balkonkraftwerk im Stadtbereich Wien mit 800 Wp jährlich rund 200–300 kWh ins Netz ein – das entspricht einer zusätzlichen Einnahme von ca. 17–25 € pro Jahr. Der größere Spareffekt entsteht durch den Eigenverbrauch.

📈 Jahresbilanz Balkonkraftwerk Wien (800 Wp)

Jährliche Stromproduktion (geschätzt) ca. 700–850 kWh
Eigenverbrauch (ca. 70 %) ca. 490–595 kWh
Ersparnis Eigenverbrauch (à ca. 25 ct/kWh) ca. 120–150 € / Jahr
Einspeisevergütung (8,24 ct × 250 kWh) ca. 20 € / Jahr
MA 20 Förderung (einmalig) 200 €
0 % MwSt. (einmalig) ca. 90 €
Gesamtersparnis im 1. Jahr ca. 430–460 €

7. Schritt-für-Schritt: So beantragst du die Förderung

  1. 1

    Wien-ID einrichten (falls noch nicht vorhanden)

    Registriere dich kostenlos auf mein.wien.gv.at. Du brauchst die Wien-ID für das Antragsportal sonnenstrom.wien.gv.at. Mit Handysignatur oder Bürgerkarte dauert die Einrichtung ca. 5 Minuten.

  2. 2

    Förderantrag auf sonnenstrom.wien.gv.at stellen

    Logge dich mit deiner Wien-ID ein und stelle den Förderantrag für dein Balkonkraftwerk. Angaben: Adresse, geplante Anlagengröße, Wohnungsart (Miete/Eigentum). Bei Mietern: Vermieterzustimmung als Scan mitschicken.

  3. 3

    Förderzusage abwarten & Gerät kaufen

    Nach Eingang des Bescheids kannst du dein Balkonkraftwerk kaufen. Achte auf 0 % MwSt. auf der Rechnung. Alle Belege gut aufbewahren.

  4. 4

    Gerät montieren & bei Wiener Netzen anmelden

    Installiere das Gerät am Balkon oder der Terrasse. Anschließend kostenlose Online-Anmeldung auf wienernetze.at. Informiere auch die Hausverwaltung schriftlich (reicht aus – keine weitere Genehmigung nötig seit 9/2024).

  5. 5

    E-Control-Meldung einreichen

    Melde die Anlage kostenlos im Anlagenregister von E-Control (econtrol.at) an. Das ist in Österreich die Entsprechung zum deutschen Marktstammdatenregister – gesetzlich vorgeschrieben.

  6. 6

    Smart Meter beantragen (für Einspeisung)

    Möchtest du die Einspeisevergütung von 8,24 ct/kWh nutzen, beantrage kostenlos einen bidirektionalen Smart Meter bei den Wiener Netzen. Ohne diesen wird kein Überschussstrom gemessen oder vergütet.

  7. 7

    Verwendungsnachweis einreichen & Förderung kassieren

    Lade auf sonnenstrom.wien.gv.at Kaufrechnung, Foto der installierten Anlage und Anmeldebestätigung der Wiener Netze hoch. Die Auszahlung der 200 € erfolgt in der Regel innerhalb von 6–8 Wochen.

⚠️

Antrag VOR dem Kauf stellen!

Auch bei der Wiener MA-20-Förderung gilt: Der Antrag muss vor dem Kaufdatum gestellt und genehmigt sein. Ein rückwirkender Antrag wird nicht akzeptiert. Stelle den Antrag zuerst, warte auf den Bescheid, dann kaufe das Gerät.

8. Unsere Empfehlungen für Wien

Beide Geräte sind in Österreich zugelassen, erfüllen alle technischen Anforderungen der Wiener Netze und sind mit 0 % MwSt. erhältlich:

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Mit Speicher: Eigenverbrauch statt Einspeisen

Bei der Einspeisevergütung von 8,24 ct/kWh lohnt es sich kaum, Strom ins Netz abzugeben – der Eigenverbrauchspreis ist mit ca. 25 ct/kWh dreimal so hoch. Ein Balkonkraftwerk mit Speicher (EcoFlow Stream) erhöht den Eigenverbrauch auf bis zu 80 % und maximiert deine Ersparnis deutlich.

9. Häufige Fragen zur Wiener Förderung

Brauche ich wirklich keine Zustimmung der Miteigentümer mehr?
+
Korrekt – seit der WEG-Novelle September 2024 zählen Balkonkraftwerke zu den „privilegierten Änderungen". Das bedeutet: Wohnungseigentümer dürfen sie ohne Beschluss der anderen Eigentümer installieren, solange das äußere Erscheinungsbild nicht wesentlich verändert wird. Du musst die Anlage lediglich der Hausverwaltung melden. Mieter brauchen nach wie vor die Vermieterzustimmung, die aber nur noch aus triftigem Grund verweigert werden darf.
Was ist das E-Control-Register und wie melde ich mich an?
+
E-Control ist die österreichische Energie-Regulierungsbehörde. Das Anlagenregister auf econtrol.at ist das österreichische Pendant zum deutschen Marktstammdatenregister. Die Anmeldung ist kostenlos, dauert ca. 10 Minuten und erfolgt vollständig online. Du gibst Adresse, Anlagengröße und technische Daten ein und erhältst eine Bestätigung per E-Mail.
Wie hoch ist die Jahresersparnis wirklich?
+
Das hängt vor allem vom Eigenverbrauch ab. Ein typischer Wiener Haushalt mit 800-Wp-Anlage produziert jährlich ca. 700–850 kWh. Bei 70 % Eigenverbrauch und einem Strompreis von ca. 25 ct/kWh ergibt das eine laufende Ersparnis von ca. 120–150 € pro Jahr. Dazu kommen im ersten Jahr 200 € Förderung und ca. 90 € MwSt-Ersparnis. Gesamtpotenzial im 1. Jahr: über 400 €.
Kann ich auch als Mieter die MA-20-Förderung beantragen?
+
Ja. Mieter mit Hauptwohnsitz in Wien sind förderberechtigt. Voraussetzung ist die schriftliche Zustimmung des Vermieters zur Installation. Seit 2024 darf der Vermieter diese Zustimmung nur noch verweigern, wenn schwerwiegende Gründe vorliegen (z. B. Denkmalschutz, statische Bedenken). Die Zustimmungserklärung muss dem Förderantrag auf sonnenstrom.wien.gv.at beigefügt werden.
Lohnt sich ein Speicher in Wien trotz Einspeisevergütung?
+
Ja – und zwar deutlich. Die Einspeisevergütung beträgt 8,24 ct/kWh, der vermiedene Kaufstrompreis liegt bei ca. 25 ct/kWh. Jede kWh, die du selbst verbrauchst statt einspeist, ist rund dreimal so viel wert. Ein Speicher (wie der EcoFlow Stream) erhöht den Eigenverbrauch auf bis zu 80 % und verkürzt die Amortisationszeit des Gesamtsystems trotz höherem Kaufpreis deutlich.
Was kostet die Anmeldung bei den Wiener Netzen?
+
Die Anmeldung bei den Wiener Netzen ist vollständig kostenlos – sowohl die Registrierung der Anlage als auch die Beantragung eines Smart Meters und der Abschluss eines Einspeisevertrags. Es fallen keinerlei Gebühren an. Die Anmeldung erfolgt online auf wienernetze.at und dauert ca. 10–15 Minuten.

Fazit

Wien gehört 2026 zu den besten Städten Europas für Balkonkraftwerke. Die 200 € MA-20-Pauschale, kombiniert mit der österreichischen 0 % MwSt. und einer Einspeisevergütung von 8,24 ct/kWh, ergibt im ersten Jahr eine Gesamtersparnis von über 400 €. Und seit September 2024 entfällt die lästige Miteigentümer-Zustimmung – der Weg zum eigenen Solarstrom war noch nie einfacher.

Antragsportal: sonnenstrom.wien.gv.at – Antrag zuerst, dann kaufen!

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